Tagesgeldkonto Übersicht

Tagesgeldkonto Übersicht – heimische und ausländische Institute im Wettbewerb

In der letzten Phase der Finanzkrise hatte sich herauskristallisiert, dass es Anlegern bei der Auswahl der richtigen Geldanlage nicht leicht gemacht wird. Bis zum heutigen Tage ist nicht zuverlässig absehbar, in welcher Weise sich die Zinssätze bei den verschiedenen Produkten in den kommenden Monaten verändern werden.

Sicher ist hingegen, dass die Banken auf überdurchschnittlich hohe Zinssätze verzichten werden, denn viele Institute haben die Zeit ihres akuten Geldbedarfs längst überstanden. Gerade die so genannten Autobanken waren auf das Geld ihrer Kunden abgewiesen, so dass Sparer zeitweise mit einem Tagesgeldkonto in der Hochphase vier Prozent und mehr Rendite pro Jahr erzielen konnten.

Tagesgeldzinsen im Überblick – Tagesgeldkonten

Damals wie heute gilt bezüglich der Tagesgeldkonten: Um kurzfristig handlungsfähig zu bleiben und auf Veränderungen auf dem Anlagemarkt reagieren zu können, entschieden und entscheiden sich viele Sparer für Tagesgeldkonten. An einem Problem ändert sich aber durch diese erste wichtige Entscheidung nichts.

Enormer Produktzuwachs innerhalb weniger Jahre

Die Zahl der Tagesgeldkonten ist im Zuge der Krise so sehr gestiegen, dass für die Kontoauswahl zunehmend mit einen nicht unerheblichen Arbeitsaufwand verbunden ist. Erleichtern können Sie sich die Arbeit als potentieller Tagesgeldanleger durch die Nutzung eines Vergleichs, wie er Ihnen durch weltderfinanzen.net ermöglicht wird! Viele der neuen Kontomodelle stammen von ausländischen Instituten, die Deutschlands Sparer als neue Kunden erkannt haben. Neben der Zahl der Konten auf dem Markt sind jedoch auch die Faktoren, die für oder gegen ein bestimmtes Tagesgeldkonto sprechen, zahlreich.

Kurzfristig flexibel bleiben mit dem Tagesgeldkonto

Doch was verbirgt ich eigentlich genau hinter einem Tagesgeldkonto? Ganz einfach, als Tagesgeldkonten werden solche Produkte bezeichnet, bei denen Sparer ihre Einlagen auf einem speziellen Konto ablegen, dass ihnen im Vergleich mit einem normalen Girokonto jährlich deutlich höhere Zinsen einbringt. Der wichtigste Unterschied zum Festgeldkonto besteht darin, dass die Kundengelder zu jedem Zeitpunkt flexibel wieder abgerufen werden können. Bindungen für die Einzahlungen in Form fester Laufzeiten, binnen derer die Gelder nicht für andere Zwecke verfügbar sind, gehören nicht zu den üblichen Eigenschaften eines Tagesgeldkontos. Lediglich in Einzelfällen kann es zu solchen zeitlichen Anforderungen kommen, wenn das neue Konto im Rahmen von Sonderaktionen eröffnet wird.

Kontonutzung sollte gebührenfrei angeboten werden

Die Kontoeröffnung ist ein gutes Stichwort, um zu einem der zentralen Punkte beim Tagesgeldkonto überzuleiten. Wenn Sie als Bankkunde mit dem Gedanken an eine Investition im Tagesgeldsektor spielen, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass Ihr neues Konto nicht mit Gebühren für die die Eröffnung oder die Kontonutzung verbunden sind. Solche Kosten könnten sonst dazu führen, dass am Ende kaum etwas von Ihren Erträge übrig bleibt.

Im Vergleich zu vielen Girokonten kommt das durchschnittliche Tagesgeldkonto mittlerweile aber ohne derartige Kosten aus. Erklärt werden kann dies wohl vorrangig durch den stärkeren Wettbewerb. Dieser führte schrittweise dazu, dass die Banken die Gebühren fürs Tagesgeldkonto abschafften. Diese positive Entwicklung darf jedoch nicht dazu führen, dass Sie als Anleger generell auf die Gebührenüberprüfung verzichten. Gehört ausgerechnet Ihr neues Tagesgeldkonto zu den letzten gebührenpflichtigen Produkten, helfen alle erfreulichen Veränderungen wenig. Fallen jeden Monat Gebühren an, bleibt von den derzeit nur etwa zwei Prozent Zinsen pro Jahr kaum etwas übrig.

Machen Sie sich ein objektives Bild von den tatsächlichen Zinskonditionen!

Hinsichtlich der Zinssätze, mit denen ein Tagesgeldkonto angeboten wird, sollten Sie Ihrem Blick weniger auf die vielversprechenden Werbeinhalte der Banken richten als darauf, die tatsächlichen Konditionen zu kontrollieren. Vielfach werden in den Werbeaktionen Konditionen genannt, die nur unter idealen Umständen geboten werden, während die meisten Kunden mit geringeren Zinssätzen Vorlieb nehmen müssen. Besonders gute Konditionen werden Anlegern häufig bei den Direktbanken gutgeschrieben.

Dieser Zinsvorteil ergibt sich dadurch, dass die Banken ausschließlich über das Internet tätig sind und somit geringere Verwaltungskosten entstehen. Legen Sie Wert auf persönliche Beratungsgespräche rund um das Thema Tagesgeld? Dann sind die Produkte der Direktbanken und der ausländischen Banken ohne Niederlassungen in Deutschland nicht die richtige Kategorie für Ihre Zwecke. In diesem Fall sollten Sie gezielt nach einem Tagesgeldkonto einer Filialbank suchen. Allerdings müssen Sie sich möglicherweise aufgrund eines schlechteren Zinssatzes mit geringeren jährlichen Erträgen abfinden! Zudem lassen sich die Tagesgeldkonten der Direktbanken via Internet besonders rasch eröffnen.

Vergleichen Sie auch die langfristigen Zins-Änderungen

Obwohl es in der Regel keine langfristige Bindungspflicht im Bereich Tagesgeld gibt, kann es sich dennoch lohnen, als Neukunde auf die Zinsentwicklungen bei den Anbietern zu achten. So erfahren, welche Zinsveränderungen es in den vergangenen Monaten gegeben hat. Viele der Top-Zinssätze ergeben sich erst durch Neukunden-Aktionen, während die Konditionen bei der vermeintlich guten Konto-Variante außerhalb der Sonderangebote weit weniger lukrativ sind für Sie als Sparer!

Zins-Hopping kann sich für Anleger bezahlt machen

Auf solche Eigenschaften sollten Sie vor allem dann schauen, wenn Sie nicht zu den Sparern gehören, für die das so genannte Zins-Hopping eine Option darstellt. Also Zins-Hopping wird inzwischen die Bereitschaft der Anleger zum regelmäßigen Wechsel zwischen verschiedenen Kontomodellen bezeichnet. Einmal mehr spielt in diesem Zusammenhang die Gebührenfreizeit eine wichtige Rolle. Denn nur so ist sichergestellt, dass die Kündigung kostenlos möglich und der Wechsel vom früheren zum neuen Anbieter wirklich rentabel ist. Die zinslichen Unterschiede zwischen zwei Tagesgeldkonten mit monatlicher Grundgebühr müssten erheblich sein, damit sich der Kontowechsel wirklich lohnt.

Möglichst zügig auf Veränderungen reagieren!

Ein weiterer Vorteil beim Tagesgeldkonto ohne Nutzungsgebühr: Entstehen Ihnen keine regelmäßigen Kosten, ist die Kündigung des bisherigen Kontos gar nicht nötig. So können gleich mehrere Konten parallel nutzen und besonders schnell auf Zinskorrekturen auf dem Markt reagieren. Die Eröffnung eines neuen Kontos kann ein paar Tage in Anspruch nehmen. Doch in einigen Fällen sind die Top-Zinsen für einen eingeschränkten Kundenkreis zu haben, so dass sie als Sparer mit Vorliebe für Tagesgeld zügig aktiv werden müssen. Verfügen Sie bereits über ein Tagesgeldkonto des neuen Testsiegers, kann der Geldtransfer besonders zügig vonstatten gehen!

Mindesteinlagen und Obergrenzen für Top-Zinssätze

Mitunter sind die Konten mit den besten Zinssätzen nicht für ausnahmslos jeden Kunden nutzbar. Viele Banken arbeiten mit einer so genanntes Mindesteinlage, die Grundvoraussetzung für die Eröffnung eines neuen Tagesgeldkontos ist. Durch solche Anforderungen verhindern die Institute, dass ihnen zu hohe Verwaltungskosten für zahllose Konten entstehen, auf denen nur geringe oder gar keine Gelder vorhanden sind. Gerade bei den Sonderaktionen sind solche Bedingungen zu finden. Darüber hinaus legen viele Banken auch Obergrenzen für Einlagen fest. Hierbei kann es dazu kommen, dass Kunden den Höchstzins nur dann erhalten, wenn die Einlagen unterhalb dieser Maximalbeträge liegen. Diese Vorkehrung wird vorrangig mit dem Ziel getroffen, Großanlegern den Zugang zu den besten Zinssätzen zu verweigern.

Gesetzliche Einlagensicherung und freiwilliger Schutz der Bankenverbände

Auch der Faktor Sicherheit sollte bei der Auswahl Ihres zukünftigen Tagesgeldkontos berücksichtigt werden. Im Bereich der so genannten Einlagensicherung gibt es im Fall der Fälle deutliche Unterschiede, die gerade bei den ausländischen Banken im Mittelpunkt stehen sollten als Auswahlkriterium. Bisher lagen die gesetzlich geregelte Einlagensicherung in der Europäischen Union bei 50.000 pro Kunde. Ab dem Jahr 2011 jedoch erfolgt die nächste Anhebung dieser maximal geschützten Summe in Deutschland auf 100.000 Euro. Bei Instituten aus anderen Ländern sollten Sie unbedingt sehr genau auf die Garantien blicken. Insbesondere Anleger mit größerem Investitionsbedarf müssen diesen Punkt im Hinterkopf haben. Für die meisten Anleger mit durchschnittlichen Summen reicht der Schutz aber vollkommen aus.

Vorsicht ist geboten, wenn es um die freiwilligen Einlagensicherungs-Modalitäten der verschiedenen Bankenverbände geht. Erst zum Ende des Jahres 2010 gab ein neues Urteil, dass bestätigt, dass die Anleger im Ernstfall trotz dieser Verbandsregelungen nur auf Kulanz der Banken hoffen können. Ein echter Anspruch auf Erstattung von Summen jenseits der gesetzlichen Richtlinien existiert nicht, obwohl die Banken in ihren Werbebroschüren sogar explizit auf ihren freiwilligen Schutz hinweisen. Auch solche Fakten sollten Sie als Tagesgeld-Anleger kennen, um Chancen und Risiken richtig einschätzen zu können.

Wann werden die Zinserträge gutgeschrieben?

Es ist vollkommen klar: Der wichtigste Aspekt beim Tagesgeldkonto ist der jeweils angebotene jährliche Zinssatz. Doch fast genauso wesentlich ist die Frage danach, in welchen Intervallen die Erträge auf dem Tagesgeldkonto selbst oder auf den genannten Referenzkonten gutgeschrieben werden. Die goldene Regel ist hierbei: Je kürzer die Abstände zwischen den Gutschriften, desto besser können Anleger vom so genannten Zinseszinseffekt profitieren. Unter vergleichbaren Zinsbedingungen sollten Sie also einem Tagesgeldkonto mit monatlicher oder vierteljährlicher Gutschrift einem Angebot mit jährlicher Ausschüttung den Vorzug geben!

Prämien und Bonuszahlungen mit Vorsicht eingehend prüfen

Immer häufiger umwerben die Tagesgeldanbieter die Kunden in spe mit Bonusleistungen im Moment der Neukonto-Eröffnung. Ebenfalls durchaus üblich sind mittlerweile Extraleistungen wie Tankgutscheine und andere Rabatte. Dazu kann gesagt werden, dass diese Extras eher nicht die Basis für Kontoentscheidungen sein sollten. Die Rechnung ist einfach: Eröffnen Sie ein Tagesgeldkonto mit einer Einlage in Höhe von ein paar tausend Euro wirkt sich ein Willkommensbonus in Höhe von maximal 50 Euro unterm Strich in zinslicher Hinsicht nur minimal aus.

Fazit zum Tagesgeldkonto:

Tagesgeldkonten sind derzeit besonders zur Überbrückung gefragt. Solange die durchschnittlichen Zinssätze auf dem Geldanlagesektor wegen der niedrigen Leitzinssätze in der EU gering sind, versuchen viele Sparer mit solchen Konten flexibel zu bleiben, dabei aber trotzdem durch geschickte Produktauswahl mit den eigenen Rücklagen etwas zu verdienen. Wer die Laufzeiten, die Zinssätze und die Veränderungen jederzeit im Blick hat, kann mit einem Tagesgeldkonto dieser Tage im Grunde nichts falsch machen!