Kredit für Senioren

Tipps zu Krediten für Senioren

Es gibt verschiedene Gruppen von Menschen, denen die Banken bei der Vergabe von Darlehen nicht gerade mit offenen Armen entgegenkommen. Zu diesen Bevölkerungsgruppen gehören zum Beispiel Arbeitslose, Selbständige und Freiberufler. Vor allem selbständigen Kunden machen es die Banken aufgrund der unsicheren Einkommensverhältnisse nicht leicht beim Kreditantrag. Doch es gibt noch eine dritte Gruppe, die als Kreditnehmer eher ein Schattendasein fristen in Deutschland. Gemeint sind die Rentner im Lande.

Dass viele Banken in diesem Bereich so verhalten aufgestellt sind, ist nicht unbedingt nachvollziehbar. Denn in den Medien wird schon seit Jahren auf den so genannten demografischen Wandel hingewiesen. Die Zahl der Rentner steigt stetig, während die Geburtenrate auf gleichbleibend niedrigem Niveau verharrt. Die logische Konsequenz aus dieser Entwicklung wäre eigentlich darin zu sehen, dass die Kreditinstitute schrittweise auch Kredite für Senioren in ihre Portfolios aufnehmen. Doch von derlei Veränderungen ist dato nur sehr bedingt etwas zu spüren, wie aktuelle Tests mit älteren potentiellen Darlehensnehmern zeigten.

Dennoch gibt es mittlerweile zunehmend mehr Banken und andere Finanzdienstleister, die Senioren als neue finanzstarke Zielgruppe erkennen und ihre Produktpaletten um Rentnerkredite erweitern. Per Definition richten sich diese Darlehen vorrangig an Menschen, die bereits mindestens das 60. Lebensjahr erreicht haben. Diese Klientel hat es bei herkömmlichen Kreditanfragen oft schwer und musste sich nicht selten mit einer Ablehnung des Kreditwunsches abfinden. Dabei ist es nur allzu naheliegend, dass alt zu sein nicht bedeutet, automatisch auch frei von Wünschen und Bedürfnissen zu sein. Dass die Banken nun aber auch die älteren Bürger als Kunden (wieder-) entdecken, liegt an der gestiegenen Lebenserwartung.

Bessere Chancen auf Rentnerdarlehen durch den gesellschaftlichen Wandel

Ging man früher noch davon aus, dass Kunden, denen im „hohen Alter“ ein Darlehen gewährt wird, aufgrund der statistisch geringen Restlebenszeit zu Kreditausfällen führen könnten, weiß man inzwischen, dass diese These in den allermeisten Fällen nicht haltbar ist. Die Verbraucher werden in der Regel deutlich älter als 70, so dass die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls als gering einzustufen ist. Dass Rentnerkredite früher eher unüblich waren, liegt zudem daran, dass auch die Chancen zur Kreditabsicherung durch eine so genannte Restkreditversicherung schlecht standen. Die Versicherungsgesellschaften gingen lange Zeit ebenfalls davon aus, dass Vertragsabschlüsse mit Kunden im Rentenalter mit großer Wahrscheinlichkeit ein Verlustgeschäft werden.

Interessanterweise stand das Verhalten der Banken und Versicherung bezüglich der Seniorenkredite in einem deutlichen Widerspruch zur Position des Einzelhandels. Denn dort hat man schon vor Jahren die Konsumkraft- und Bereitschaft älterer Menschen erkannt. Allmählich nähern sich beide Welten also an.

Welche Voraussetzungen bestehen bei Darlehen für Senioren?

Seiner Form nach wird der Rentnerkredit durch die monatlichen Einkünfte abgesichert und ist im eigentlichen Sinne nichts anderes als ein Ratenkredit, der häppchenweise in individuell festlegbaren monatlichen Raten zurückgezahlt wird. Was den aktiven Berufstätigen ihr Gehalt ist, ist den Rentnern die Pension, die staatliche Rente oder die private Zusatzrente. Je höher die monatlichen Einkünfte ausfallen, desto besser stehen in der Regel die Chancen auf den Erhalt eines Kredits für Senioren, ebenso steigen die möglichen Finanzierungssummen bei guten finanziellen Einkünften. Ein Vorteil für potentielle Nutzern von Seniorendarlehen: Im Gegensatz zu berufstätigen Kreditnehmern sind die Einkünfte grundsätzlich sicher, während Berufstätige – Arbeitnehmer wie Selbständige – in die Arbeitslosigkeit abrutschen oder von einer Berufsunfähigkeit betroffen sein können. Eigentlich spricht diese Tatsache für Rentner als relevante Kundengruppe. Des weiteren verändern sich die Einkommen der Rentenkredit-Empfänger nicht mehr, so dass sowohl die Kreditnehmer als auch die Banken präzise planen können.

Keine sichtbaren Unterschiede beim Kreditrahmen zu anderen Darlehensmodellen

Bezüglich des Kreditrahmens, den ältere Verbraucher in Anspruch nehmen können, existieren im Grunde keine Unterschiede zu den Darlehen, die anderen Kunden angeboten werden. Vom Kleinkredit mit einer Größenordnung ab 1.000 Euro bis hin zu großen Finanzierungssummen in Höhe von 100.000 Euro oder sogar deutlich mehr ist alles möglich. Dies versetzt Nutzer von Rentnerkrediten in die gute Lage, dass sie sich beispielsweise sogar im Alter noch den Traum vom eigenen Haus oder einer Eigentumswohnung erfüllen können. Ähnlich flexibel verhält es sich bei den Laufzeiten der Darlehen für Senioren.

Wohneigentum als Sicherheit kann zügige Bewilligung bringen

Rentner, die dringend einen Kredit für wichtige Anschaffungen benötigen, können vor allem dann auf eine schnelle Prüfung und Zusage hoffen, wenn sie neben ihren Rentenleistungen weitere Sicherheit vorweisen können. Wohneigentum kann als eine solcher entsprechend in kritischen Verhandlungsphasen die ersehnte positive Kreditentscheidung herbeiführen. Auch Rücklagen in anderen Geldanlagen kann als Sicherheit beim Kreditantrag eingebracht werden. Denn im Fall der Fälle kann es dazu kommen, dass zwar eigentlich Kapital in ausreichender vorhanden ist, die Summen aber festverzinst investiert sind, so dass keine Zugriffsmöglichkeit für die Sparer im Seniorenalter besteht. Wer keine Zeit zum Warten hat, bis die finanziellen Reserven verfügbar werden, kann dieser Tage extrem guten Konditionen für den Rentnerkredit erwarten.

Hohe Sicherheiten anbieten zu können beim Kredit für Senioren kann sich auch insofern günstig auswirken, dass die Banken möglicherweise sogar spürbar niedrigere Zinssätze bei der Berechnung ansetzen. Bei größeren Summen und langen Laufzeiten über mehrere Jahre kann dies zu einer ordentlichen Kostenverringerung führen.

Rentnerkredite – auch im Web zunehmend gefragter

Verändert haben sich nicht nur die Altersgrenzen bei den Rentnerdarlehen. Auch der Weg des Kreditnehmers zum Anbieter unterlag in den vergangen Jahren einer deutlichen Veränderung. So könnte man quasi davon sprechen, dass sich die Kreditbeschaffung nach dem Motto „Senioren ans Netz“ in einem deutlichen Wandel befindet. Immer häufiger suchen ältere Bürger im Internet nach Darlehen für Senioren und werden dort in der Tat deutlich häufiger fündig als wenn sie sich ausschließlich nach Angeboten bei regionalen Instituten erkundigten. Auffallend ist in diesem Zusammenhang, dass die online angebotenen Kredite für Senioren oftmals weniger streng auf Altersgrenzen achten und stattdessen eher die Kreditwürdigkeit der Antragsteller in den Mittelpunkt rücken.

Kredite für Rentner über Vermittlungsportale?

Eine Option, die schon bei jüngeren Kreditnehmern zunehmend beliebter wird, sind die Vermittlungsportale, in denen Nutzer jeden Alters Kontakt zu privaten Geldgebern aufnehmen können, um Kapital für ihre geplanten Projekte und Anschaffungen zu finden. Hier kommt es vor allem auf eine gute Darstellung des Zwecks an, für den der vermeintliche Rentnerkredit benötigt wird. Steigende Chancen können sich Kreditnehmer in den Portalen sichern, wenn sie bereit sind, höhere Zinssätze für die Darlehen zu akzeptieren. Dass die Erfolgsaussichten für einen Seniorenkredit auf diesem Wege gut stehen, liegt ebenfalls daran, dass die privaten Kreditgeber vielfach nur geringe Summen einbringen. Die Gesamtsumme der Darlehen ergibt sich somit in Form einer Gruppenleistung, bei der das Risiko jedes einzelnen Investors relativ gering ist. Zumal: Auch bei der Darlehensvergabe von Privatpersonen an andere private Nutzer der Portale ist die Abfrage der Bonität bei der Schufa Standard.

Wählen zwischen Kreditvermittlern und direkten Anfragen bei der Bank

Es wird also deutlich: Älteren Menschen bietet sich sehr wohl einige Gelegenheiten, wenn sie Geld benötigen, ohne sich die Gelder erst mühsam zusammen sparen zu wollen und lieber einen Rentnerkredit abzuschließen. Die bekannten Ansätze sind der direkte Weg über eine Bank. So gehört der ausdrückliche Hinweis auf die Anwendungsmöglichkeiten als Kredit für Senioren beim Anbieter easyCredit zur Kundenakquise generell dazu. Das Minimum der Darlehen liegt in diesem Fall bei 1.000 Euro, die Obergrenze sieht das Unternehmen bei einer Kreditsumme in Höhe von 75.000 Euro vor. Vorgaben für die Verwendung der Summen gibt easyCredit seinen Kreditkunden nicht vor. Entscheidend für den Effektizins ist die Kreditwürdigkeit der Antragsteller, der Einstiegszinssatz liegt bei 5,99 Prozent.

Als repräsentatives Beispiel für zahlreichen Kreditvermittler im Internet sei das Portal Creditolo genannt. Dort können Rentendarlehen bis zu einer Gesamtsumme von 100.000 Euro mit Laufzeiten zwischen 12 Monaten und zehn Jahren vermittelt werden. Eine große Hilfe kann der Vermittler bei der Suche nach einem guten Seniorenkredit sein, weil geringe Kreditsummen auch in Form von schufafreien Krediten für Senioren vermittelt werden.

Fazit zum Rentnerkredit:

Eines gilt es sich beim Thema Rentenkredit klar zu machen. Zwar wird es Senioren als Kreditinteressenten inzwischen wesentlich leichter gemacht, wenn sie trotz ihres höheren Alters einen Darlehensvertrag abschließen möchten. Im Prinzip kam es zuletzt aber nicht zu einem generellen Verzicht auf altersbedingte Obergrenzen. Vielmehr haben sich die Kreditanbieter dazu entschieden, den gesellschaftlichen Veränderungen Folge zu leisten und eine Anpassung des bisherigen Status quo vorzunehmen. Verbraucher jenseits der 70 werden weiterhin mit Problemen hadern, wenn sie einen Rentnerkredit aufnehmen möchten. In einigen Jahren wird sich diese Grenze nach Prognosen von Finanzexperten abermals verschieben, mit einer vollständigen Altersfreigabe „nach oben“ ist aber nicht zu rechnen.